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Laugavegurinn - Wanderweg

Laugavegurinn, oder auch Laugavegur, ist Islands bekanntester und beliebtester Wanderweg, welcher die Naturschutzgebiete Landmannalaugar und Þórsmörk miteinander verbindet. Verantwortlich für den Betrieb von Hütten und Weg ist Ferðafélag Íslands (FÍ), der isländische Wanderverein (www.fi.is).

Der Laugavegur führt rund 55 km durch das sehr abwechslungsreiche südliche Hochland. Vulkanlandschaften, Berge in allen Farben des Regenbogens, schroffe Gletscher, heiße Quellen, Gletscherflüsse und malerische Seen wechseln sich ab. Die Wanderung dauert je nach Etappenplanung drei bis vier Tage und wird generell in Landmannalaugar begonnen. Die Übernachtungsmöglichkeiten in den Hütten sind begrenzt, sodass frühzeitige Buchungen notwendig sind. Zeltplätze befinden sich jeweils bei den Hütten. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit des Wanderweges und daraus resultierender Belastung der kargen Vegetation ist wildes Zelten am Laugavegur nicht länger erlaubt. Die Schwierigkeit der Wanderung und Anforderungen an die Wanderer hängen extrem vom Wetter ab.

Laugavegur 1

Anreise
In der Hochsaison fahren täglich Linienbusse von Reykjavík und Kirkjubæjarklaustur an Start- und Endpunkt der Wanderung. Der Wanderweg Fimmvörðuháls verbindet Þórsmörk mit Skógar an der Südküste (23 km von Básar nach Skógar. Langidalur bis Skógar: 25.9 km).

Die Mehrheit der Wanderer begeht den Laugavegur von Norden nach Süden, beginnend im 600m hohen Landmannalaugar und endend auf etwa 300m Höhe in der Þórsmörk.

Aufgrund seiner Lage im südlichen Hochland sind Hütten und Wanderweg nur ein paar Wochen im Jahr geöffnet. Sobald die ersten Busse fahren werden meist auch die Hütten geöffnet, das geschieht normalerweise um den 25. Juni herum. Anfang September schließen Hütten und Wanderweg. Wetterbedingungen und Dauer der Schneeschmelze haben erheblichen Einfluss auf die Länge der Saison und können die Öffnung des Laugavegur bis in den Juli hinein verzögern. In Berücksichtigung von Naturschutz und Sicherheitsrisiken werden Wanderer gebeten, den Weg nicht zu begehen wenn die Hütten geschlossen sind.



Unterkunft


Hütten:
Ferðafélag Íslands betreibt 6 Hütten entlang des Laugavegur: Landmannalaugar, Hrafntinnusker, Álftavatn, Hvanngil, Emstrur/Botnar und Langidalur in Þórsmörk. Hüttenwarte kümmern sich um Sauberkeit und Ausstattung der Hütten und die Unterbringung der Gäste und sind auch für Informationsvergabe und das Leisten von Erster Hilfe verantwortlich.

Hüttengäste können sich einstellen auf:

  • Matratzenlager in Räumen mit bis zu 20 Personen

  • Nutzung von gemeinsamer Küche, bestückt mit Herd, Töpfen, Pfannen, Geschirr und Besteck

  • Fließend kaltes Wasser

  • Gasheizungen

  • Duschen (außer auf Hrafntinnusker)

  • WC (außer auf Hrafntinnusker, dort Plumpsklo)

  • Müll kann an den Hütten Landmannalaugar, Álftavatn, Hvanngil und Langidalur angenommen werden

  • Die Hütten sind nicht mit Kissen, Bettdecken oder Bettbezügen ausgestattet

  • Auf der gesamten Wanderung kann kein Essen erstanden werden

  • Hüttengäste zahlen eine Übernachtungsgebühr, zahlbar per Kreditkarte oder Bargeld (2009: 2200.- ISK für Mitglieder des FÍ, 3300.-  ISK für Nichtmitglieder). Mitgliedschaft kann im Büro des FÍ beantragt werden oder über fi@fi.is. Der Mitgliedsbeitrag für 2009 beträgt ISK 5400.-

Laugavegurinn ist Islands beliebtester Wanderweg, daher sind die Hütten oft über Monate im Voraus ausgebucht. Wer sich seiner Übernachtung sicher sein will, sollte frühzeitig buchen.



Camping / Zelten:
An die Hütten angeschlossen befinden sich Zeltplätze mit minimaler Ausstattung. Die Hüttenwarte kümmern sich um Sauberkeit und Ausstattung der Campingplätze und sind auch für Informationsvergabe und das Leisten von Erster Hilfe verantwortlich. Camper müssen ihre Übernachtung nicht im Vorhinein buchen.

Campinggäste können sich einstellen auf:

  • Nutzung der Sanitäranlagen (WCs an allen Hütten außer Hrafntinnusker, dort Plumpsklo)

  • fließend kaltes Wasser

  • Duschen (außer auf Hrafntinnusker)

  • Müll kann an den Hütten Landmannalaugar, Álftavatn, Hvanngil und Langidalur angenommen werden

  • Keine Nutzung der Hütten möglich, insbesondere nicht die Küche (außer in Notsituationen)

  • Campinggäste zahlen eine Übernachtungsgebühr, zahlbar per Kreditkarte oder Bargeld (2009: 700.- ISK für Mitglieder des FÍ, 900.-  ISK für Nichtmitglieder). Mitgliedschaft kann im Büro des FÍ beantragt werden oder über fi@fi.is. Der Mitgliedsbeitrag für 2009 beträgt ISK 5400.-

Wildes Zelten (Übernachtung außerhalb der Campingplätze) ist innerhalb der Naturschutzgebiete Fjallabak und Þórsmörk gesetzlich verboten. Aufgrund der steigenden Besucherzahlen des Laugavegur und den wachsenden Belastungen der kargen Vegetation werden alle Camper dringend gebeten, ausschließlich bei den Hütten zu übernachten. Ihre Campinggebühr und Rücksichtnahme wird dem Erhalt der Natur zugute kommen.


Naturschutz
Die spärliche Vegetation des isländischen Hochlandes reagiert sehr empfindlich auf Erosion. Die wenigen großflächigen Vegetationsgemeinschaften, die meist aus Moosen und Flechten bestehen, mögen strapazierfähig aussehen, leiden jedoch sehr unter Belastung. Alle Wanderer werden daher ausdrücklich gebeten, sich an die markierten Wege zu halten und nicht auf lebende Pflanzen und in Moospolster zu treten oder darauf zu sitzen. Ebenso wichtig ist es deshalb, ausschließlich die Übernachtungsmöglichkeiten und Sanitäranlagen an den Hütten zu nutzen. Falls dies nicht möglich ist, nehmen Sie bitte all ihren Müll mit zur nächsten Hütte, sogar Toilettenpapier. Bitte schützen und respektieren Sie unser Naturerbe und nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere und Pflanzen des Hochlandes. „Take nothing but photos, leave nothing but footprints!“



Ist das etwas für mich?
Der Laugavegur ist eine anspruchsvolle Tour für Wanderer mit guter Kondition. Unabhängig des Wetters haben Fitness und gute Ausrüstung des Einzelnen haben entscheidenden Einfluss auf den Genussfaktor der Wanderung. Weniger erfahrenen Wanderern wird empfohlen, kurz vor der Abreise ein mehrwöchiges Fitnessprogramm durchzuführen, das u.a. das Tragen des voll beladenen Rucksack auf Treppen und Hügel beinhaltet.

Wanderer können erwarten: 

  • Täglich einen bis zu 20 kg schweren Rucksack bis zu 16 km weit zu tragen

  • Einen 10km langen Anstieg auf über 1000m am ersten Tag nach Hrafntinnusker

  • Steile Abstiege

  • Sandiges und lehmiges Terrain, scharfes Lavagestein und rutschige Felshänge

  • Mindestens einen Regentag

  • Unüberbrückte Flüsse, Durchquerungen von eisigen Gletscherflüssen von bis zu einem Meter Wassertiefe

  • Panoramablicke und hohe Temperaturen bei gutem Wetter, Nebel, waagerechter Dauerregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt bei schlechtem Wetter

  • Bis zu 100 Mitwanderer während der Hochsaison in Juli und August

Für jene, die sich die Wanderung auf eigene Faust nicht zutrauen oder lieber nur mit Tagesgepäck unterwegs sein möchten, bietet Ferðafélag Íslands geführte Touren mit Gepäcktransport an. Weitere Informationen können auf Englisch beim FÍ beantragt werden: fi@fi.is



Wetter und Sicherheit
Jeder Wanderer wird ausdrücklich gebeten, seinen Namen in die Liste einzutragen, die im Eingangsbereich der Landmannalaugar-Hütte ausliegt. Diese Liste dient als Sicherheitsoption, da die Hüttenwarte bei schlechten Wetterverhältnissen die Wanderer zählen und eine Suche starten, sollten die entsprechenden Personen nicht in der nächsten Hütte erscheinen.

Laugavegurinn ist ein alpiner Wanderweg. Schwierige Untergründe (Geröll, Schnee/Eis, rutschige Lehmböden) verursachen jedes Jahr mehrere mittelschwere Stürze, endend in Knochenbrüchen und Verstauchungen. Da in der Hochsaison aber über 100 Wanderer täglich den Laugavegur beginnen, ist Hilfe nah, falls ein Unfall auf dem Wanderweg geschehen sollte. Der Weg an sich ist gut markiert, gut ausgetreten und unter normalen Umständen schwer zu verfehlen.

Der höchste Bergpass befindet sich auf etwa 1100m Höhe direkt auf dem ersten Teilstück der Strecke. In Islands arktischem Klima herrschen auf dieser Höhe ähnliche Wetterverhältnisse, wie auf über 3000m in den europäischen Alpen. Die Wetterbedingungen können daher extrem und sehr wechselhaft sein. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Wettervorhersage bevor Sie die Wanderung beginnen.

Bei gutem Wetter ist die Wanderung auch für wenig erfahrene Wanderer geeignet und zählt zu den schönsten Touren Islands. Bei schlechtem Wetter allerdings kann der Laugavegur auch erfahrenen Wanderern zum Verhängnis werden. Nebel ist in den Bergen wahrscheinlicher als freie Sicht, Schnee kann im Hochland sogar im Juli und August fallen. Kälte, Nässe und der für Island typische Wind führen schnell zu Unterkühlungen, die tödlich enden können. Von den ersten Anzeichen einer Unterkühlung bis hin zur Bewusstlosigkeit können gerade einmal 30 Minuten vergehen. Korrekte Kleidung und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sind überlebenswichtig.

Vier Gletscherflüsse müssen zu Fuß überwunden werden. Normalerweise sind diese Furten harmlos, aber extreme Wetterbedingungen, Unerfahrenheit und Pech können beim Durchwaten ernsthafte Probleme bereiten. Jedes Jahr gibt es mehrere schwere Verletzungen auf dem Laugavegur, darunter Knochenbrüche und Hypothermie, und jedes zweite Jahr gibt es einen Toten. Laugavegurinn is ein Treck der Extreme: extrem schön in gutem Wetter, extrem gefährlich bei schlechtem Wetter. Wanderer sollten sich dessen bewusst und gut auf alles vorbereitet sein - unabhängig der Wettervorhersage!

Zelter sollten sich dessen bewusst sein, dass es im Hochland wenig Schutz vor Wind gibt und man nirgends auf dem Laugavegur einen wirklich windgeschützten Ort findet. Die Untergründe sind meist sandig und bieten den Heringen nicht sehr viel Halt. Zelte sollten daher sturm- und regenfest sein und unbedingt über mehrere Abspannschnüre verfügen, um sie bei extremen Winden sichern zu können.

Navigationsgeräte wie GPS oder ein Kompass in Kombination mit einer guten Karte können Leben retten. GPS-Koordinaten der Hütten finden sich in der anschließenden Teilstreckenbeschreibung sowie auf den Informationstafeln an den Hütten. Karten des Laugavegur sind normalerweise in Buchhandlungen und Tankstellen in ganz Island zu erstehen sowie im Büro des FÍ (www.fi.is). Eine englischsprachige Broschüre “Laugavegurinn - the Laugavegur hiking trail” mit detailierten Beschreibungen der Wanderung, Spaziergängen und vielen Fotos liegen in allen Hütten sowie dem Büro des FÍ zum Verkauf aus.



Ausrüstung

Es ist auf jeden Fall ratsam, sich Ersatzkleidung mitzunehmen und diese wasserdicht im Rucksack zu verstauen, da das Trocknen von nasser Kleidung auch in den Hütten nicht gewährleistet werden kann.
Baumwollkleidung wie Jeans, T-Shirts, Socken und Pullover sind nicht geeignet für den Laugavegur. Empfohlen wird Microfaser-Funktionskleidung, welche schnell trocknet (allerdings auch leicht entzündlich ist) und Merionowolle, welche auch bei Nässe wärmt (allerdings sehr langsam trocknet).

Die folgende Ausrüstung ist notwendig, ganz egal wie warm es am Tag der Abreise auch sein mag.

  • Wanderschuhe: sollten bequem und gut eingelaufen sein. Regenjacke / gute Allwetterjacke, Regenhose und eine Wollmütze sollten überall nach Island mitgenommen werden. Sonnenbrillen empfehlen sich besonders im Juni und Juli, da sich dann noch ausgedehnte Schneefelder auf dem Laugavegur befinden.

  • Rucksack: sollte mit einem Regenschutz ausgestattet sein.

  • Schlafsack: muss von allen Gästen mitgebracht werden. Camper brauchen hochqualitative Daunen- oder warme Kunstfaserschlafsäcke, da die Temperaturen selbst im Hochsommer auf den Gefrierpunkt fallen können.

  • Camper: müssen Kocher und Kochausrüstung komplett bei sich tragen, da es nicht möglich ist, die Küchen der Hütten zu nutzen.

  • Camper: Zelte sollten stabil und sturmfest sowie mit Abspannschnüren ausgestattet sein.

  • Toilettenpapier befindet sich vor Ort.

  • Erste Hilfe Ausrüstung: Sonnencreme, Blasen-Versorgung, Schmerzstiller, Pflaster und Bandagen

  • Survival Kit: Rettungsdecke, Trillerpfeife, Papier und Stift, energiereiche Snacks / Glukose

  • Trinkflasche: 1 - 2 Liter Volumen (regelmäßiges Trinken ist bei langen Wanderungen notwendig). Wasserfilter werden auf dem Laugavegur nicht gebraucht.

  • Optionale Ausrüstung: GPS Navigationsgerät / Kompass und Karte, Kamera, leichte Schuhe als Hüttenschuhe und Watschuhe, Wanderstöcke für steile Abstiege und Flussdurchquerungen, Ohrenstöpsel für Hüttenübernachtung (Schlafsäle fassen um die 20 Gäste)

  • Badeanzug / Badehose: ist nur für Landmannalaugar vonnöten. Dort befinden sich die einzigen Badequellen der Gegend. Es werden auf dem Laugavegur zwar noch mehrmals heiße Quellen passiert, aber diese führen zu wenig Wasser und sind zu heiß, um darin zu baden.

Während der Hochsaison gibt es sowohl in Landmannalaugar als auch in Þórsmörk Langidalur sehr kleine Shops mit den allerwichtigsten Nahrungsmitteln. Abgesehen davon können auf dem Laugavegur keine Lebensmittel gekauft werden.



Stichpunkte - Tagesetappen
Es folgt eine kurze Beschreibung der Tagesetappen und möglichen Zusatzwanderungen. Detaillierte Informationen bietet die englischsprachige Brochüre “Laugavegurinn - the Laugavegur hiking trail” die man an jeder Hütte und im Büro des FÍ erstehen kann. Preis:  ISK 1900,-

Die angegebenen Zeiten entsprechen der durchschnittlichen reinen Wanderzeit und schließen Extratouren nicht mit ein. Je nach Fitness der Wanderer, Marschgeschwindigkeit der Gruppe und den Wetterbedingungen können diese Zeiten sehr variieren.

Es ist normal, den Weg in 4 Tagen zu wandern. Falls nur drei Tage für den Laugavegur veranschlagt werden, wird empfohlen, entweder die ersten beiden Tage zusammenzufassen (Landmannalaugar - Álftavatn, 22 km), oder aber den zweiten und dritten Tag (Hrafntinnusker - Emstrur, 27 km).


Erster Tag: Landmannalaugar - Hrafntinnusker
12 km, 4 - 5 Stunden
Steigung: 470 m

Startpunkt ist die Hütte in Landmannalaugar (75 Betten, GPS N63°59.600 - W19°03.660). Von dort aus führt eine einfache Wanderung durch das Lavafeld Laugahraun zum Fuße des farbenfrohen Vulkans Brennisteinsalda. Dort beginnt der 10km lange Aufstieg durch die farbenprächtigen zerklüfteten Hügel. Nach 3 - 4 Stunden wird Stórihver erreicht, ein Geothermalgebiet mit heißen Quellen, die aber leider zu heiß sind, um darin zu baden.
Etwa 2/3 der ersten Tagesetappe sind in den meisten Jahren bis in den Spätsommer hinein mit Schnee bedeckt. Bei der langen Überquerung des höchsten Passes auf gut 1000m kann jederzeit unerwartet Nebel aufkommen. Der Weg ist gut markiert, bei schlechter Sicht müssen Wanderer dennoch wachsam sein. Die Hütte Hrafntinnusker (Höskuldsskáli) kann 52 Persons unterbringen (GPS N63°55.840 - W19°09.700) und liegt 2 km nach dem Gedenkstein, der an den Tod des eines Israelis erinnern soll, welcher nicht weit vom Weg entfernt erfroren ist.

Abendspaziergänge: 20 Minuten Wanderung zum Gipfel des Söðull (Panorama-Aussicht) und 40 Minuten zu den Eishöhlen, welche allerdings im Frühjahr 2008 einstürzten. Zeiten nur für Hinweg. Der Hüttenwart kann weitere Informationen geben.


Zweiter Tag: Hrafntinnusker - Álftavatn
12 km, 4 - 5 Stunden.
Gefälle: 490 m

Ein von kleinen, steilen Schluchten durchzogenes Tal bildet den ersten Teil der Wanderung. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg wird schnell der höchste Punkt der Tagesetappe erreicht. Bei guter Sicht kann Háskerðingur (1281m) bestiegen werden. Der Abstecher ist nicht markiert. Am besten besteigt man den Berg von seiner westlichen Flanke aus, allerdings ist Vorsicht beim Überqueren des Gletschers angeraten, da sich unter der Schneedecke Gletscherspalten verstecken können. Der Hüttenwart kann aktuelle Informationen liefern.

Folgt man dem Laugavegur Richtung Westen, verlässt man bald die farbenfrohe Rhyolithlandschaft. Die Aussicht über die Vulkansandebene mit ihren grünen Bergen, Seen und Gletschern gehört zu den schönsten Panoramen des Wanderweges. Der Abstieg über die Jökultungur hinab ist steil, deshalb ist auch hier besondere Vorsicht geboten. Die letzten Kilometer zu den Hütten am See Álftavatn werden auf flachem Land zurückgelegt. Die beiden Hütten können 52 Personen beherbergen (GPS N63°51.470 - W19°13.640).

Abendspaziergänge: Besteigung des Brattháls (1-2 Stunden) inklusive nasser Füße, da der Bach des Álftavatn überquert werden muss. Eine weitere Tour ist die Besteigung des Torfatindur (818m), Dauer ebenfalls 1 - 2 Stunden.


Dritter Tag: Álftavatn - Emstrur (Botnar)
15 km, 6 - 7 Stunden
Gefälle: 40 m

Die ersten Kilometer führen über den Bergrücken Brattháls ins Hvanngil-Tal, wobei der Fluss Bratthálskvísl gewatet werden muss. In Hvanngil befinden sich zwei Hütten, von denen eine für Schäfer im Jahr 1963 errichtet wurde und die andere für Touristen im Jahr 1995. Da Álftavatn und Hvanngil nur 5 km entfernt sind, kann Hvanngil als alternative Übernachtung genutzt werden. Die Hütten können xx Gäste beherbergen, es gibt WCs, Duschen und einen kleinen Campingplatz inmitten eines alten Lavastroms.

Lässt man Hvanngil hinter sich, wird der Fluss Kaldaklofskvísl auf einer Fußgängerbrücke überquert. Auf der Ostseite des Flusses trennt sich der Weg: der nach Osten abzweigende Pfad führt nach Mælifellssandur (Straße F210), der nach Süden weisende, mit Stöcken markierte Pfad ist der Laugavegur, der nach Emstrur führt. Bald muss ein in zwei Armen fließender Fluss gewatet werden. Der Laugavegur vereint sich für ein paar Kilometer mit einem Jeeptrack, führt dann aber wieder südlich von der Straße fort. Wer den Abzweig verpasst, kann der Straße folgen. Ein kleines Schild markiert den Abstecher nach Emstrur.
Der reißende Gletscherfluss Nyrðri Emstruá kann auf einer Brücke sicher überquert werden. Mehrere Kilometer flache Gletscherwüstenlandschaft liegen vor den Wanderern, bis sie plötzlich und unerwartet auf die Hütten von Emstrur (Botnar) hinabsehen können. Diese beherbergen 40 Gäste und verfügen über einen grasbewachsenen Campingplatz (GPS N63°45.980 - W19°22.480).

Abendspaziergang: kleine Stöcke markieren den Pfad zum Canyon des Markarfljótsgljúfur. Der Zirkel dauert etwa 1 ½  Stunden. Wenn man denselben Weg zurückgeht dauert die Besichtigung der Schlucht nur 40 Minuten.

Vierter Tag: Emstrur (Botnar) - Þórsmörk
15 km, 6 - 7 Stunden
Gefälle: 300 m

Nach etwa 45 Minuten Wanderung führt ein steiler, unbefestigter Pfad hinunter zur Schlucht des Flusses Syðri-Emstruá, der auf einer Fußgängerbrücke überquert werden kann. Die letzten Meter des steilen Abstiegs hinunter zur Brücke sind mit einem Seil ausgestattet. Vorsicht ist geboten.
Die nächsten Kilometer führen durch die hügelige Gegend Almenningar. Gegen Ende der Wanderung muss der Fluss Þröngá gewatet werden. Der Gletscherfluss kann hohe Wasserstände aufweisen. Beim Furten ist es ratsam, Hand in Hand in Fließrichtung zu gehen oder Wanderstöcke zur Hilfe zu nehmen.
Nach der Überquerung der Þröngá wandeln sich Landschaft und Vegetation ein letztes Mal. Nach einer halbstündigen Wanderung durch einen kleinen Birkenwald erreicht man eine Weggabelung. Schilder weisen die Richtungen zu unterschiedlichen Hütten in Þórsmörk. Nun ist Langidalur nur noch ein paar Minuten entfernt. Die Hütte kann 75 Gäste beherbergen (GPS 63°40.960 - 19°30.890).

Abendspaziergänge: in der Þórsmörk gibt es viele unterschiedlich lange und schwierige Wanderwege. Der kürzeste führt hinauf auf den Berg Valahnúkur (xxx m), der direkt östlich neben der Hütte aufragt. Der Weg ist gut instand gehalten und markiert. Der steile Anstieg belohnt mit einer spektakulären Aussicht über Þórsmörk und die benachbarten Täler.

 




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